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DM Timmendorf 2005 Artikel schliessen

(Überblick 01.09.-06.09.2005)

Die "Lübecker Nachrichten" (01.09.05/jek) blickten zu Beginn der Deutschen Meisterschaften auf das Starterfeld und widmeten sich auch dem Team .

"Lachend kletterte Laura Ludwig aus dem Flieger. 6000 Dollar und Rang neun im kanadischen Montreal bedeuteten die erste Top-Ten-Platzierung für sie und ihre Partnerin Sara Goller. Wieder eine Sprosse mehr auf der Erfolgsleiter der gebürtigen Berlinerin. … Zusammen mit ihrem Trainer und ihrer Partnerin plant sie ihre Karriere. Nicht zuletzt aus diesem Grund zieht es sie zur zwei Jahre älteren Sara Goller nach Kiel. Denn beide gelten auch beim Verband als Perspektivteam für Olympia 2008."

Gleich am ersten Tag der Deutschen Meisterschaft kam es zum mit Spannung erwarteten Spiel zwischen gollerplusludwig und Pohl/Rau. Die "Volksstimme" (03.09.05/dpa) sah dabei wie "...mit frechem Aufschlag- und Angriffsspiel schockten Goller/Ludwig von Beginn an die deutschen Meisterinnen von 2002. 'Ich hätte nicht gedacht, dass sie schon zwei Sätze auf diesem hohen Niveau spielen können', erkannte Kortmann an. Erst seit zwei Monaten trainiert Laura Ludwig, die die Hallensaison noch für den Bundesligisten Bayer Leverkusen gespielt hat, intensiv im Sand. Es ist zudem ihre erste Teilnahme bei den nationalen Titelkämpfen, die sie im Jahr zuvor wegen einer ernsthaften Erkrankung verpasste. Monatelang fiel die damals 18 Jahre alte Berlinerin nach einem Schlaganfall aus, ihre Karriere stand auf der Kippe. 'Das ist vorbei, sie ist ganz gesund', betonte Kortmann."

Ähnlich sah es auch das "Hamburger Abendblatt" (03.09.05/HA): "Das Duell der beiden Nationalteams prägt eine pikante Note, weil der Hamburger Trainer Olaf Kortmann Pohl/Rau 2003 zur Europameisterschaft führte und nach der nicht einvernehmlichen Trennung die Betreuung von Goller/Ludwig übernahm. War beim ersten Aufeinandertreffen vor zwei Wochen auf Fehmarn das Nachwuchsduo chancenlos, retteten sich Pohl/Rau diesmal mit Routine in Satz drei, in dem Goller/Ludwig nichts zuzusetzen hatten. 'Die Erfahrung hat gesiegt. In den kritischen Situationen waren Stephie und Okka stabiler, während bei Sara die Annahme wackelte', sagte Bernd Schlesinger (Hamburg), seit Juni 2004 Coach von Pohl/Rau."

Die "Lübecker Nachrichten" (03.09.05/jek) titelten "Zwei 'Heißdüsen' fordern Pohl/Rau" und schrieben: "Enttäuscht vergrub Sara Goller (21) ihr Gesicht im Handtuch. Ein faszinierend-freches Spiel hatte sie mit Laura Ludwig (19) gezeigt, mit ihren kraftvollen Sprungaufschlägen die Top-Favoritinnen Stephanie Pohl und Okka Rau immer wieder in Bedrängnis gebracht. … Stephie Pohl (27) atmete auf: 'Ich hatte sie nicht so stark erwartet, bin ganz schön fertig. Wir haben lange gebraucht, um die zwei Heißdüsen zu kriegen.' Laura Ludwig, die in Timmendorf ihre ersten Meisterschaften spielt ('Ich bin deswegen immer noch nervös'), ärgerte sich ein wenig: 'Schade, wir waren im dritten Satz zu blöd. Aber ich bin total heiß, will über die Loserrunde ins Halbfinale.' Ihr Trainer Olaf Kortmann … war zufrieden: 'Ein Klasse-Spiel, eines der besten auf der deutschen Tour. In den entscheidenden Szenen haben meine Mädels noch zu viele Fehler gemacht. Da waren Stephi und Okka einfach abgezockter. Der Abstand ist aber nicht so groß.' "

Das gollerplusludwig nicht mehr weit von der Spitze entfernt sind, sah das "Hamburger Abendblatt" (05.09.05/Stefan Reckziegel). "Beim ersten Start in Timmendorf erfüllten sich die Kielerinnen nach dem 2:0 gegen Geeske Banck/Mireya Kaup mit Bronze 'einen Traum' und machten Olaf Kortmann (Hamburg) ein nachträgliches Geschenk zum 50. Geburtstag. Beim hochklassigen 1:2 im Halbfinale gegen Lahme/Müsch baggerte das aufschlagstarke Duo sogar am Sieg. 'Erfahrung kannst du halt nicht trainieren', war der Coach dennoch zufrieden. Auf T-Shirts ('Freche Gören') waren die neuen Publikumslieblinge bereits präsent. 'Dass es Spaß gemacht hat, uns zuzugucken, ist das größte Kompliment', meinte Sara Goller."

Träume, Glück und Bronze war das Resümee der "Süddeutschen Zeitung" (05.09.05/frie). "Von Edelmetall hatten sie vielleicht geträumt, doch dass sie es bei der Deutschen Beachvolleyball-Meisterschaft am Timmendorfer Strand ernsthaft aufs Treppchen schaffen würden - das hatten Sara Goller und Laura Ludwig nicht gedacht. Nur zwei Monate hatte Laura Ludwig intensiv mit ihrer Herschinger Partnerin im Sand trainiert. Umso glücklicher war das Duo über den dritten Platz. Das jüngste DM-Team setzte sich im kleinen Finale gegen Geeske Banck/Mireya Kaup (Kiel/Planegg-Krailing) durch."

Umfangreich war die Berichterstattung im "Münchner Merkur" (06.09.05/Andreas Hoffmann; kw; anho). Am Ende der Deutschen Meisterschaften "kündigt sich ein Generationswechsel an". Die "Publikumslieblinge auf dem Sprung an die Spitze" und " 60 000 Beachvolleyball-Fans feiern Aufschlag-Ass Sara Goller / Sara Goller und Laura Ludwig trumpfen an der Ostsee mächtig auf" titelte das Blatt. "Sara Goller fand die treffenden Worte: 'Timmendorf ist einfach das Allerbeste'. Die Bronzemedaillen-Gewinnerin aus Taufkirchen hatte an der Ostsee ein traumhaftes Wochenende erlebt. Mächtig hatte sie mit ihrer Partnerin Laura Ludwig (Leverkusen) am Timmendorfer Strand auf den Ball gedroschen und war schließlich bei diesen Deutschen Meisterschaften sogar zum Publikumsliebling avanciert. Für Trainer Olaf Kortmann waren sie sogar die besten Spielerinnen. 'Weil man aber Erfahrung nicht trainieren kann', so der Hamburger, standen sie am Timmendorfer Strand nicht im Finale. Die große Chance hatten sie in der Vorschlussrunde vergeben. Nach schwachem Start und einem 0:1-Satzrückstand brachten sie die späteren Deutschen Meister Susi Lahme/Angelika Müsch (Köln) arg in Bedrängnis. Sara Goller, längst als Aufschlagsheldin dieser Deutschen Meisterschaften gefeiert, ließ ein paar Bälle übers Netz, dass es den Grandes Dames des Volleyballsports die Sprache verschlug. Nach dem Satzausgleich waren die beiden auch im Entscheidungssatz ganz nahe am Sieg dran. 'Es fehlte nur die Erfahrung', sagte Coach Kortmann. Im kleinen Finale lief es dann gegen Mireya Kaup (TV Planegg-Krailling) und Geeske Banck (Kiel) weitaus besser. Dem 2:0-Sieg folgte eine grandiose Siegerehrung."


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